SUICED - Demo
Bandinfo: SUICED

Genre: (nicht klassifizierbar)
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Webshop
Lineup | Trackliste
Bitte mach, dass es aufhört! SUICED, ein Nebenprojekt des RE-BIRTH-Masterminds Berod aus Frankreich, das wohl irgendwo zwischen Black Metal, Industrial und Noise einzuordnen ist, hat es schlussendlich auch zu uns nach Österreich geschafft. Dass die Franzosen auch geniale Acts wie CARNIVAL IN COAL hervorbringen, kann man angesichts der – hmm – Qualität(?) der SUICED-Demo kaum glauben.
Wirklich erträglich sind eigentlich nur die ersten zehn Sekunden des Intros – mehr oder minder solide, wenn auch primitive Fruity-Loops-Drums und Preset-Arpeggios, aber zumindest keine Beleidigung für das Ohr. Was danach kommt, spottet jeder Beschreibung. Und zwar nicht wegen besonders großer Komplexität, sondern weil da einfach irgendwas durcheinander geworfen wird: Gitarrenriffs bar jedes Wiedererkennungswertes, die ca. nie im Takt sind, stampfende, seltsame Drumloops, unverständliche, halb-geflüsterte, halb-gegrunzte Stimmen, die von allen Seiten hundertmal gedoppelt und verzerrt auf den nichts ahnenden Hörer einstürzen. Das ganze ist dann auch noch so grottenschlecht produziert, dass einem fast die Ohren abfallen – ständig übersteuern sowohl Gitarre als auch Vocals, wobei das bei den Vocals kein Wunder ist – das passiert halt, wenn man den selben Track fünfzig mal übereinander legt und dabei gänzlich das Einpegeln vergisst. Leider gibt es absolut nichts, was über diese Demo positiv zu vermelden wäre – außer, dass sie nach acht Tracks endet.
Im Grunde frage ich mich immer noch, ob das eigentlich ernst gemeint ist. Es gehört zumindest ziemlich viel Mut dazu, ein derartiges Machwerk tatsächlich zu veröffentlichen. Live könnte SUICED als Performance-Kunst vielleicht funktionieren, aber nur mit sehr vielen nackten Statisten, gallonenweise Kunstblut und jede Menge Schweinsköpfen. Das sollte dann reichen, um von dem unerträglichen Lärm abzulenken.
